Fühlen

Fühlen

Die Haut besitzt Sinnesorgane um Berührungen, Druck, Oberflächenbeschaffenheit, Hitze oder Kälte und Schmerzen wahrzunehmen.

Der Tastsinn ist das ausgedehnteste Sinnessystem unseres Körpers. Es ist auch das erste sensorische System, welches sich im Mutterleib entwickelt und dort bereits funktioniert. Berührungsreize sind für die Entwicklung und das Wohlbefinden des Menschen von großer Bedeutung.

Wir berühren unsere Kinder schon intuitiv, wenn wir sie in den Arm nehmen oder streicheln um sie zu beruhigen, sie küssen, kuscheln und liebkosen.

In unserem Programm wollen wir den Babys helfen, ein sicheres Erfahrungsrepertoire von Sinnes-Informationen anzulegen, das ihnen hilft, sicher und angstfrei Erfahrungen mit Materialien, Formen und Reizen zu machen, ihren eigenen Körper zu erleben und besser kennen zu lernen.

Nur wer seinen Körper kennt, Signale des Körpers wahrnimmt und zuordnen kann wird auch andere Menschen verstehen. Wir legen also bereits in der Babywiege den Grundstein für eine gesunde Selbstwahrnehmung. Auch die Entscheidungsfähigkeit ist stark daran gebunden sich selbst zu kennen – Zu wissen was mir gefällt und was ich gar nicht mag. Denn nur wer ein umfangreiches Erfahrungsrepertoire besitzt, wird sich auch für dieses oder jenes entscheiden können.

Es gibt Kinder, die würden bei Schnee barfuss aus dem Haus laufen und wären wahnsinnig überrascht, dass ihre Füße vor Kälte schmerzen. Andere würden die dicksten Stiefel rausholen, weil sie bereits erfahren haben, dass Schnee an ihren Händen sehr kalt ist und nach einer Schneeballschlacht richtig weh tun. Diese Kinder haben bereits die Erfahrung gesammelt, dass Kälte an Händen dieselben Auswirkungen hat wie an den Füßen. Sie müssen nicht jeden Körperteil einzeln im Schnee erleben um zu wissen wie es sich anfühlt, denn sie verfügen bereits über ein reiches Sinnesrepertoire.